Sie können einzelnen Mitarbeitern eine feste Tageszulage hinterlegen, die ab einer von Ihnen festgelegten Mindest-Arbeitszeit pro Tag automatisch gewährt wird. Typischer Anwendungsfall: 5,00 Euro pro Arbeitstag, sobald der Mitarbeiter mindestens 5 Stunden an diesem Tag gearbeitet hat.
Die Funktion eignet sich für regelmäßig wiederkehrende Tagespauschalen, die zusätzlich zum Stundenlohn gezahlt werden — zum Beispiel Auslösen, Verpflegungspauschalen oder vergleichbare tarifliche Zulagen.
Wie wird die Zulage berechnet?
- Pro Mitarbeiter wird ein Tagessatz hinterlegt (z. B. 5,00).
- Pro Mandant gilt eine zentrale Mindest-Arbeitszeit pro Tag (z. B. 5 Stunden).
- An jedem Tag, an dem der Mitarbeiter tatsächlich geleistete Arbeitszeit in mindestens dieser Höhe erfasst, fällt einmal der Tagessatz an.
- Abwesenheits-Einträge (Urlaub, Krankheit, Feiertag, Kurzarbeit, Ausfallstunden) zählen nicht zur Tagesarbeitszeit und lösen keine Zulage aus.
Funktion aktivieren
Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert. Sie aktivieren sie zentral in den Einstellungen Ihres Mandanten:
- Im Verwaltungssystem oben rechts auf das Menü klicken und Einstellungen öffnen
- Den Reiter Zeiterfassung auswählen
- Die Option Feste Tageszulage pro Mitarbeiter aktivieren einschalten
- Im Feld Tageszulage ab folgender Tages-Arbeitszeit (Stunden) die Mindeststundenzahl eintragen (z. B. 5)
Sobald die Option aktiv ist, erscheint im Bearbeitungs-Formular jedes Mitarbeiters ein neues Eingabefeld für den Tagessatz.
Tagessatz pro Mitarbeiter eintragen
- Im Menü links auf Mitarbeiter klicken
- Den gewünschten Mitarbeiter öffnen und auf Bearbeiten klicken
- Im Feld Tageszulage pro Arbeitstag einen Eurobetrag eintragen (z. B. 5,00)
- Speichern
Mitarbeiter, die keine Tageszulage erhalten sollen, lassen das Feld leer. Sie werden in keiner Auswertung mit 0,00 angezeigt, sondern bleiben in der entsprechenden Spalte einfach unbefüllt.
Tagessatz wieder entfernen
Wenn die Tageszulage für einen Mitarbeiter nicht mehr gelten soll, leeren Sie das Feld Tageszulage pro Arbeitstag und speichern. Ab diesem Zeitpunkt entstehen für diesen Mitarbeiter keine neuen Tageszulagen mehr.
Wo wird die Tageszulage angezeigt?
- In der Auswertung unter Zeiterfassung → Auswertung im Reiter Stundenliste erscheint die neue Spalte Tageszulage mit dem Betrag pro qualifiziertem Arbeitstag
- Im Stundenzettel-PDF des Mitarbeiters wird die Summe der Tageszulage für den Monat im Fußbereich ausgewiesen
- In der Monatsübersicht der Stundenliste, die Mitarbeiter selbst aufrufen können, wird die Monatssumme der Tageszulage angezeigt
- Im BPS-Lohn-Export wird pro Mitarbeiter und Monat eine zusätzliche Zeile mit dem Gesamtbetrag und der konfigurierten Lohnart geschrieben
Häufige Fragen
Was passiert an Tagen, an denen der Mitarbeiter weniger als die Mindeststunden arbeitet?
Die Tageszulage entfällt für diesen Tag. In der Stundenliste bleibt die Spalte „Tageszulage" für diesen Tag leer.
Was passiert an Tagen mit mehreren Zeiteinträgen?
Die Tages-Arbeitszeit wird über alle Einträge des Tages summiert. Erreicht die Summe die Mindest-Arbeitszeit, fällt die Tageszulage einmal an — auch wenn mehrere Projekte gebucht wurden.
Zählen Urlaubs- und Krankheitstage zur Mindest-Arbeitszeit?
Nein. Abwesenheiten, Feiertage, Saison-Kurzarbeit und Ausfallstunden zählen nicht zur Tagesarbeitszeit. Die Zulage entsteht nur für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden.
Können meine Mitarbeiter den Tagessatz selbst eintragen?
Nein. Das Feld ist Teil der Mitarbeiter-Stammdaten und kann nur von Personen mit Bearbeitungs-Berechtigung für Mitarbeiter gepflegt werden.
Wird die Zulage rückwirkend berücksichtigt?
Ja. Sobald Sie für einen Mitarbeiter einen Tagessatz hinterlegen, wird die Zulage auch für bereits erfasste Arbeitstage rückwirkend in der Auswertung und im PDF angezeigt.
Was passiert, wenn ich 0,00 als Tagessatz eintrage?
Ein Tagessatz von 0,00 oder ein leeres Feld werden gleich behandelt — der Mitarbeiter erhält keine Tageszulage.
Wie kommt die Tageszulage in den Lohn-Export?
Wählen Sie unter Einstellungen → Zeiterfassung → Lohnart der Tageszulage die passende Lohnart aus. Bei einem Monatsexport im BPS-Format wird dann pro Mitarbeiter eine zusätzliche Zeile mit der Monatssumme und dieser Lohnart geschrieben. Wochen- oder Tagesexporte enthalten die Tageszulage nicht, da sie eine reine Monats-Position ist.
Was, wenn unterschiedliche Mitarbeiter unterschiedliche Mindeststunden brauchen?
Die Mindest-Arbeitszeit gilt mandantenweit für alle Mitarbeiter, die einen Tagessatz hinterlegt haben. Eine individuelle Schwelle pro Mitarbeiter ist aktuell nicht vorgesehen.
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