An einigen Stellen im System begegnet Ihnen die Abkürzung BOM – zum Beispiel als Spalte im Leistungsverzeichnis. BOM steht für den englischen Begriff Bill of Materials und bedeutet auf Deutsch nichts anderes als Stückliste. Dieser Artikel erklärt, was sich dahinter verbirgt und wie Sie damit arbeiten.
Was bedeutet BOM?
Eine Stückliste (BOM) ist die Aufstellung aller Einzelteile, aus denen sich eine Leistung oder Angebots-Position zusammensetzt. Sie beantwortet die Frage: Was brauche ich alles, um diese eine Position auszuführen – und was kostet mich das?
In eine Stückliste tragen Sie zum Beispiel ein:
- Material – etwa Holzbalken, Schrauben, Dämmung
- Geräte und Maschinen – etwa eine Hebebühne oder ein Werkzeug
- Arbeitszeit – die benötigten Arbeitsstunden
- Fremdleistungen – zum Beispiel Leistungen eines Subunternehmers
Beispiel: Die Position „Holzrahmen für Dachschräge" besteht aus 4 Holzbalken, 16 Schrauben und 2 Stunden Arbeitszeit. Genau diese Einzelteile bilden die Stückliste der Position. Das System summiert die Kosten und berechnet daraus den kalkulierten Verkaufspreis.
Wo finde ich die Stückliste?
Die Stückliste begegnet Ihnen an zwei Stellen im Verwaltungssystem:
Im Leistungsverzeichnis (Vorlagen)
Unter Standards → Leistungsverzeichnis hinterlegen Sie wiederkehrende Leistungen als Vorlage. In der Tabelle finden Sie die Spalte BOM. Über das Würfel-Symbol in dieser Spalte öffnen Sie die Stückliste der jeweiligen Leistung. Eine Zahl am Symbol (zum Beispiel „3") zeigt an, dass die Stückliste bereits 3 Posten enthält.
So muss die Stückliste nur einmal angelegt werden und wird anschließend bei jeder Verwendung der Leistung automatisch mitgenommen.

Im Angebot
Wenn Sie eine Leistung in ein Angebot einfügen, wird deren Stückliste automatisch übernommen. Klappen Sie eine Position auf und aktivieren Sie den Schalter Stückliste. Über die Schaltfläche „+ Kosten" ergänzen Sie weitere Posten (Produkt, Maschine, Fahrzeug, Arbeitszeit, Subunternehmer oder einen manuellen Eintrag). Bestehende Posten lassen sich direkt bearbeiten oder löschen.

Sieht der Kunde die Stückliste?
Standardmäßig ist die Stückliste eine interne Kalkulationshilfe – Ihr Kunde sieht sie nicht. Über den Schalter „Im Angebot zeigen" (Augen-Symbol) im Bereich „Stückliste" können Sie sie jedoch bewusst freischalten.
Ist der Schalter aktiv, erscheint die Stückliste im Angebots-PDF als übersichtliche Auflistung unter der Position – allerdings ohne Preise und ohne reine Arbeitszeit-Posten. Der Kunde sieht so transparent, welches Material verbaut wird, ohne Ihre Einkaufspreise oder Margen einsehen zu können.
Häufige Fragen
Warum steht in der Tabelle „BOM" und nicht „Stückliste"?
„BOM" ist die international gebräuchliche Abkürzung für „Bill of Materials". Gemeint ist exakt dasselbe wie eine Stückliste – die Liste der Einzelteile einer Position.
Muss ich für jede Position eine Stückliste anlegen?
Nein. Eine Stückliste ist optional. Sie lohnt sich vor allem dann, wenn Sie Ihre Kalkulation nachvollziehbar aufschlüsseln oder dem Kunden das verbaute Material zeigen möchten.
Sieht mein Kunde meine Einkaufspreise?
Nein. Selbst wenn Sie die Stückliste im PDF anzeigen lassen, erscheinen dort keine Einkaufspreise, Aufschläge oder Margen – nur das Material.
Wo sehe ich, was die Stückliste kostet?
Direkt unter der Stücklisten-Tabelle zeigt das System den Einkaufspreis sowie den kalkulierten Verkaufspreis je Einheit an. Diese Werte werden nach jeder Änderung sofort aktualisiert.
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